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Theorie und Empirie der Sozialpädagogik


"Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern; tot ist nur, wer vergessen wird."
Immanuel Kant

Prof. Dr. Axel Groenemeyer

geboren 07.04.1956      gestorben 29.05.2020





Am 29.05.2020 ist Prof. Dr. Axel Groenemeyer verstorben.

Axel Groenemeyer hat dem Institut seit 2007 angehört und es durch seine offenherzige, kollegiale Art mitgeprägt. Stets interessiert und engagiert hat er die gegenwärtigen Diskurse der Sozialen Arbeit reflektiert und aus der Perspektive der Soziologie kommentiert. Durch seinen akademischen Werdegang ist er ein kreativer, denk- und diskussionsfreudiger Grenzgänger zwischen den Disziplinen geworden, der die sozialpädagogische Leidenschaft durch einen konsequenten Theoriebezug und das stete Drängen auf eine empirische Fundierung zu erden wusste. Seine wissenssoziologischen Rekonstruktionen des doing social problems in Forschung und Lehre haben sich dabei als ebenso gewinnbringende wie inspirierende Folie für die Dortmunder Sozialpädagogik herausgestellt.

Axel Groenemeyer hat seinen Beruf gelebt und geliebt. Stets hatte er ein offenes Ohr – für Studierende, Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen gleichermaßen. Nie dogmatisch, aber energisch hat er sich für das demokratische Wesen der Hochschulen eingesetzt. Seine unaufgeregte, an Sachlichkeit und Diskurs orientierte und zugleich wertschätzende Haltung hat ihn zu einem im In- und Ausland geschätzten Kollegen gemacht, dessen fachliche Impulse uns in vielfältigen Beiträgen erhalten bleiben. Hervorzuheben ist hier sicherlich das von ihm gemeinsam mit Günter Albrecht herausgegebene Standardwerk „Handbuch soziale Probleme“.

Der Tod von Axel Groenemeyer hat uns alle erschüttert. Bestürzt und fassungslos mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass er den Kampf gegen die Krankheit verloren hat. Wir sind unendlich traurig, da wir Axels Pläne und Ideen für die Zukunft kannten. Er war nicht nur ein Kollege, sondern eben auch ein Freund, der gerne lachte, feierte und menschlich für Andere einstand. 

Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie. Wir können nur erahnen, welchen Verlust sie erlitten haben. Wir werden Axel in unserem Denken bewahren.

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