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Studieninteressierte

1. Lehramt am Berufskolleg als Ziel des Studiums BA/MA Sozialpädagogik

Das Studium des Faches „Sozialpädagogik“ im Profil BfP (BK) qualifiziert die Absolventen des Bachelor- und Masterstudienganges für das Lehramt am Berufskolleg. Das Berufskolleg ist eine Institution, die verschiedenste berufsbildende Schulformen in sich vereint, so dass das Lehramt an Berufskollegs zum Erteilen von Unterricht an Berufskollegs mit ihren 6 verschiedenen Schulformen berechtigt (Berufsschule, Berufsfachschule, Höhere Berufsfachschule, Fachoberschule Berufliches Gymnasium sowie Fachschule).
Die Ausbildungsrichtungen und -ziele fächern sich je nach den genannten Schularten nochmals auf. Im Lehramt BK können entweder zwei Unterrichtsfächer, ein Unterrichtsfach und eine berufliche Fachrichtung oder zwei berufliche Fachrichtungen studiert werden. Eines der beiden Fächer kann durch einen sonderpädagogischen Förderschwerpunkt ersetzt werden.

Bitte beachten Sie: Für das Lehramt an Berufskollegs sind bis zum Referendariat zusätzlich insgesamt 52 Wochen Fachpraktische Tätigkeit zu absolvieren.

Um Lehrer/in an einem Berufskolleg werden zu können, ist zunächst ein dreijähriger Bachelor in der Studienrichtung fachwissenschaftliches Profil zu absolvieren. Daran schließt sich ein Studium zum Master of Education in der Studienrichtung Lehramt an Berufskollegs (BK) an.

Das Studium des Faches Sozialpädagogik bereitet auf den Unterricht bzw. das Lehren in unterschiedlichen Fächern diverser Bildungsgänge des Sozialwesens vor und zwar:

  • sowohl in Ausbildungsgänge die zu einem Berufsabschluss führen (z.B.: ErzieherInnen, KinderpflegerInnen, SozialassistentInnen, Heilerziehungs-pflegerInnen und HeilerziehungsassistentInnen).
  • als auch, in Bildungsgängen, die zu einem allgemein qualifizierendem Schulabschluss führen (z.B.: Fachoberschulklassen des Sozial- und Gesundheitswesens [Fachabitur] oder die gymnasiale Oberstufe [Abitur]).
  • Des Weiteren gibt es Klassen, die eine Doppelqualifikation anstreben, in denen also die allgemeine Hochschulreife, sowie eine Berufsausbildung vermittelt werden.

Weitere detaillierte Informationen über das Berufskolleg und die Ausbildungsgänge finden sich unter:
http://www.berufsbildung.schulministerium.nrw.de/cms/das-berufskolleg-in-nordrhein-westfalen
http://www.bk-eschweiler.de/berufskolleg_druckfassung.pdf

 

2. Erklärungen zum Fach Sozialpädagogik

Das Fach Sozialpädagogik fokussiert verschiedene Komponenten, welche den angehenden LehrerInnen Fachkompetenz für das Referendariat und den späteren Beruf vermittelt. Diese Komponenten setzen sich aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen und finden sich – in Form des Kernfaches – in acht Modulen – in Form des Komplementfaches – in vier Modulen wieder (siehe dazu auch den Punkt „Struktur des Studiums“). Die Komponenten stellen sich wie folgt dar: Sowohl historische und systematische Fragen der Sozialen Arbeit werden thematisiert, die einen Einstieg geben, sowie ein Verständnis für die Arbeitsfelder und strukturellen Rahmenbedingungen ermöglichen sollen. Des Weiteren sollen Grundkompetenzen des professionellen sowie des methodischen Handelns beleuchtet und in Hinblick auf pädagogische Professionalität reflektiert werden. Ein wesentlicher Teil ist außerdem die Pädagogik der frühen Kindheit, welche sich mit Begriffs-, Modell- und Theoriebildung am Beispiel der Kinder- und Kindheitstheorien sowie des Bildens/Lernens und Spielens junger Kinder auseinandersetzt. Pädagogische Ansätze im Kontext der Pädagogik der frühen Kindheit werden in Bezug auf ihren Stellenwert, ihrer Struktur und ihrer Systematik erläutert und reflektiert. Dies ist sicherlich auch mit Blick auf spätere Tätigkeiten (ErzieherInnenausbildung) von großer Relevanz.
Außerdem sollen Problemstellungen sozialer Dienste systematisch aufgegriffen und in Beziehung zur Struktur der Jugendhilfe gesetzt werden. Dabei werden auch aktuelle sozialpolitische Problemstellungen und rechtliche Rahmenbedingungen sowie neuere Entwicklungen thematisiert, da sich selbstverständlich auch die Sozialpädagogik stetig verändert.
An diesem Punkt differenzieren sich Kern- und Komplementfach auseinander. Für die Komplementfachler bedeutet dies, dass hier das Bachelorstudium für sie schließt und weitere Erkenntnisse und Auseinandersetzungen mit dem Fach Sozialpädagogik erst im Master auf sie zukommen.
Die Kernfachler beschäftigen sich darüber hinaus zum Beispiel mit Prozessen der Begriffs-, Modell- und Theoriebildung, um anschließend mit Forschungsergebnissen und ihrer fachlichen oder auch Arbeitsfeld entsprechenden Reichweite umgehen zu können. Dies ist auch wichtig im Kontext neuerer Fachdiskussionen im Zusammenhang von Organisation, Profession und Adressaten. Nebenher finden in einem weiteren Modul wichtige Auseinandersetzungen mit der Pädagogik der frühen Kindheit statt. Hier werden frühpädagogische Ansätze und Handlungsmöglichkeiten fokussiert, sowie frühpädagogische Inhalte in ihre gesellschaftliche Relevanz und historische Bedeutung eingeordnet. Damit einher geht eine Verbindung zu sozialpädagogischen, schulpädagogischen, sonderpädagogischen und erwachsenenbildungsbezogenen Inhalten. Nicht zuletzt geht es in dem Fach Sozialpädagogik darum vertiefte Kenntnisse zu erlangen, die das professionelle Handeln in den Arbeitsfeldern der Jugendhilfe betreffen, sowie entsprechende Theorien Sozialer Dienste und deren sozialpolitische Relevanz. Gespiegelt wird dies immer wieder am Praxisfeld. Besondere Berücksichtigung soll die selbständige Einarbeitung neuere Entwicklungen der Fachdiskussion im Studium für alle Studierenden finden.

 

3. Perspektiven nach dem Studium

Zu den Einstellungschancen für das Lehramt am Berufskolleg und das Fach Sozialpädagogik:
Während die Einstellungschancen für das Lehramt am Berufskolleg in NRW insgesamt seit 2009 leicht rückläufig sind, bleiben die Einstellungschancen für das Fach Sozialpädagogik (Erziehung und Soziales) laut dem Schulministerium NRW aussichtsreich.

Informationen über die Einstellungschancen für das Lehramt Berufskolleg und für die einzelnen Fächer finden sich unter:
http://www.schulministerium.nrw.de/ZBL/Chancen/Prognosen.pdf

 

4. Fächerkombinationen

An der TU Dortmund bestehen vielfältige Möglichkeiten der Fächerkombinationen im Bereich des Lehramtes für Berufskollegs. Auch das Fach der Sozialpädagogik kann unterschiedlich ergänzt und so entsprechende Qualifizierungen erreicht werden. Der Bedarf in der Praxis der Berufskollegs ändert sich stetig, so dass bei der Wahl der Fächer zunächst die Interessen im Vordergrund stehen sollten.
Kombinationsmöglichkeiten finden sich unter folgendem Link:
http://www.zib.uni-dortmund.de/bfp_bk.pdf

Die aktuellen Bedarfe an nordrheinwestfälischen Berufskollegs finden sich unter:
http://www.schulministerium.nrw.de/ZBL/Chancen/Prognosen.pdf (S.28)

Hier werden die Relevanzen für die Bereiche „Erziehung/Soziales“ und „Maschinentechnik“ besonders hoch eingeschätzt – besonders gute Kombinationsfächer scheinen dabei Englisch, Mathematik, Fächer des Gesundheitswesens, sowie Ernährung/Hauswirtschaft zu sein. Aber auch Gesellschaftslehre oder ev. Religion sind von aktuellem Interesse. Wichtig festzuhalten ist jedoch, dass eine häufig gewählte Kombination die der Sozialpädagogik und Psychologie ist. Diese bringt jedoch für den Schulalltag kaum ergänzende Qualifikationen mit sich, da sehr häufig der anfallende Psychologieunterricht in der Erzieherausbildung generell von Lehrern des Faches Sozialpädagogik erteilt wird. Von dieser Kombination ist also abzuraten, da sie gegebenenfalls die Einsatzmöglichkeiten in der Schule einschränken könnte.

 

5. Praktika

Im Zuge des Ba/Ma Studiums für das Lehramt am Berufskolleg sind sowohl schulische als auch fachpraktische Praktika zu absolvieren.

Fachpraktische Ausbildung als Vorraussetzung für das Lehramt BK

Für ein Lehramt an Berufskollegs sind zudem insgesamt 52 Wochen einer einschlägigen berufspraktischen Tätigkeit nachzuweisen. Mindestens 27 Wochen sind bis zum Ersten Staatsexamen (Masterabschluss) zu erbringen. Der Nachweis darüber ist bis zur Anmeldung zur Masterarbeit vorzulegen. Der Abschluss der gesamten berufspraktischen Tätigkeit ist vor der Einstellung in den Vorbereitungsdienst (Referendariat) nachzuweisen.

Überblick über die Handlungsfelder der fachpraktischen Ausbildung

Handlungsfelder der fachpraktischen Ausbildung

Informationen zur Anrechung der Fachpraktika

Die notwendigen 52 Wochen Praktikum in den verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit können sowohl in der Zeit vor Beginn des Studiums bis zum Eintritt in das Referendariat absolviert werde. In diesem Zusammenhang können auch abgeleistete Praktika oder diverse Berufserfahrungen innerhalb der Sozialen Arbeit, wie der Zivildienst oder eine Berufsausbildung im Sozialen Bereich, wie die Erzieherausbildung (in der Regel werden hier 26 Wochen angerechnet) oder eine ehrenamtliche Tätigkeit auf die 52 Wochen angerechnet werden.

Weitere Informationen, sowohl zu den schulischen als auch den fachspezifischen Praktika, welche darüber hinaus innerhalb des Studiums absolviert werden müssen, finden sich unter Informationen für Studierende (4. Praktika).

 

6. Studienvoraussetzungen

Vorraussetzungen für die Aufnahme des Studiums BA Lehramt Berufskolleg ist die allgemeine Hochschulreife bzw. ein vergleichbarer Abschluss. Die berufliche Fachrichtung Sozialpädagogik ist ein zulassungsbeschränktes Fach welches mit einem Orts-NC belegt ist. Daher ist eine Bewerbung für dieses Fach notwendig. Der Studienbeginn des Bachelorstudiums erfolgt immer im Wintersemester, der Wechsel, beziehungsweise die Aufnahme des Masterstudiums kann sowohl im Sommer- wie auch im Wintersemester erfolgen.
Bezüglich des Bachelorstudiums gibt es eine Bewerbungsfrist, zum 15. Juli des jeweiligen Jahres.

Online-Bewerbung über das Studierendensekretariat der TU Dortmund (Orts-NC):
www.uni-dortmund.de/bewerbung

 

7. Allgemeine Informationen: Das Lehramt an der TU Dortmund im Bachelor und Master Studiensystem

Die im europäischen Bolognaprozess reformierte, „neue“ Lehramtsausbildung unterteilt auch das Studium an der Technischen Universität Dortmund in zwei Stufen, nämlich ein dreijähriges Bachelor- und (gegebenenfalls) ein sich daran anschließendes zweijähriges Masterstudium. Das Lehramtsstudium wird in unterschiedliche, so genannte Profile (Qualifizierungen für jeweilige Schulformen) unterschieden, wobei für das Fach Sozialpädagogik das „Bachelor fachwissenschaftliche Profil“ gilt. ((BfP) für das Lehramt Gymnasium, Gesamtschule oder das Lehramt Berufskolleg.)

Stufe 1 - Bachelorstudium

Das Bachelorstudium für das Lehramt setzt sich aus zwei Unterrichtsfächern zusammen. Innerhalb dieser zwei Unterrichtsfächer wird zwischen Kern- und Komplementfach, welche sich im Studienumfang voneinander abgrenzen unterschieden. Das Kernfach wird im doppelten Umfang des Komplementfaches studiert. Im Anschließenden auf den Lehrerberuf ausgerichteten Masterstudium werden die fehlenden Anteile des Komplementfaches größernteils nachstudiert, so dass beide Fächer letztendlich nahezu identischen Studienumfang aufweisen. Neben dem Kern- und Komplementfach ist im Bachelorstudium auch noch ein kleines drittes Fach zu studieren – Bildung und Wissen (BiWi). Im Masterstudium schließt sich daran als Drittfach die Erziehungswissenschaft an.

Bedeutung des Bachelorabschlusses

Der Bachelor ist ein akademischer Abschluss, mit dem man die Universität verlassen und eine Berufstätigkeit aufnehmen kann. Um Lehrer/in zu werden, wird allerdings noch ein weiterführendes Masterstudium benötigt. Die Entscheidung für den Lehrerberuf wird also erst innerhalb des Studienverlaufs definitiv gefällt. Die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt mit einem Bachelorabschluss sind individuell zu beleuchten (dabei sind unterschiedliche Aspekte von Relevanz).

Stufe 2 - Master of Education

Aufbauend auf dem Bachelor wird auf der zweiten Stufe ein zweijähriges Masterstudium absolviert. Der Master of Education bereitet gezielt auf die verschiedenen Lehrämter vor. Hier liegt der Schwerpunkt auf der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Lehrberuf: Erziehungswissenschaft (Berufspädagogik), Psychologie/Soziologie, Didaktik der Schulfächer und - in den zweijährigen Masterstudiengängen - weitere Fachstudien in den Schulfächern.

Bedeutung des Masterabschlusses

Der Master of Education ist wie der Bachelor ein akademischer Grad mit dem man die Universität verlassen und einen Beruf ergreifen kann. Um ein Referendariat (Vorbereitungsdienst) aufnehmen zu können, benötigt man jedoch ein Erstes Staatsexamen. Auf Antrag der Studierenden wird deshalb der Masterabschluss zusammen mit dem Bachelorabschluss durch eine Äquivalenzprüfung als Erstes Staatsexamen vom Staatlichen Prüfungsamt anerkannt. Dabei handelt es sich um eine Formalie, die in der Praxis keinerlei Hindernis darstellt, sofern die vorgeschriebenen Prüfungsformen studiert wurden.