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Statuserhalt

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Statuserhalt in der ‚sozialen Mitte‘ 
Intergenerationale Stabilisierungsmechanismen in Berufsfeldern der Mittelschicht


Kurzinformationen über das Projekt


Titel:


Statuserhalt in der ‚sozialen Mitte‘.  Intergenerationale Stabilisierungsmechanismen in Berufsfeldern der Mittelschicht

 

Laufzeit:


Juni 2018 bis Juni 2021

 

Gefördert durch:

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Projektteam:


Projektleitung: Prof. Dr. Nicole Burzan (TU Dortmund) und Prof. Dr. Berthold Vogel (SOFI Göttingen) 

 

Projektmitarbeiterin an der TU Dortmund: Dr. Miriam Schad

Studentische Mitarbeiterin an der TU Dortmund: Nivasini Nithiyanandan und Esra Neziroglu

 

Projektmitarbeiterin am SOFI Göttingen: Dr. Andrea Hense

Link zur Projekthomepage am SOFI Göttingen

 

 



Themenstellung


Das Forschungsvorhaben fragt danach, durch welche Kriterien sich Mittelschichtangehörige verschiedener Generationen einer Familie in der 'Mitte' der Gesellschaft verorten und wie familiale Mechanismen der Statusreproduktion ˗ über ein enges Verständnis z.B. von Bildungsinvestitionen hinaus ˗ bei mindestens drei Generationen von Familien aus der Mittelschicht aussehen. Die Frage nach den Potentialen der Stabilisierung ist in besonderem Maße von Interesse, da sich die bisherige sozialwissenschaftliche Debatte um die Zukunft der sozialen Mitte stark auf die Frage nach Verlust und Erosion konzentriert hat. Schwindet die Mitte, zerfällt sie, ist sie erschöpft, oder hat sie Angst? Berechtigte Fragen, doch zugleich unterschätzen diese Hypothesen  die Kraft und Energie der Mittelschicht zur Reproduktion der eigenen Lage.

Das Projekt setzt bei typischen Berufsfeldern mittlerer sozialen Lagen an und fragt danach, welche handlungsleitenden Prinzipien und welche grundsätzlichen Werte die jeweiligen Familien und Familienangehörigen haben. Diese Prinzipien und Werte kommen typischerweise bei biographischen Entscheidungen in Beruf und Familie zum Ausdruck und können solchermaßen in Familieninterviews identifiziert werden. Ziel ist es, typische Mentalitäten und Selbst-Verortungen herauszuarbeiten, denen in der Generationenfolge Bedeutung beigemessen wird.

Es fanden dazu bereits Vorstudien anhand offener Familieninterviews statt. Hierbei ließen sich Hinweise darauf finden, dass die Statusweitergabe und beispielsweise die ‚Unirritiertheit‘ einer untersuchten Familie auf bestimmten Bedingungen beruhen. Es fanden sich fortgesetzte Strategien, um zu bestimmten Anlässen oder an biographischen Sollbruchstellen die Wertekontinuität zu wahren. Die mit viel Kontakt und Kommunikation verbundene Kontinuierung ist dabei eine von vielschichtig möglichen Mechanismen der Statusstabilisierung. Zukünftig geplante Familieninterviews können hier weiteren Aufschluss geben.

 



Publikationen


Burzan, Nicole; Kohrs, Silke; Schad, Miriam (2019): "Verunsicherung in den Mittelschichten? Konzeptionelle und methodische Erwägungen sowie empirische Befunde zur aktuellen Entwicklung in Deutschland". In: sozialpolitik.ch, Vol. 1/2019 („Erosion der Mittelschicht?“), Artikel 1.3. [online verfügbar]

Hense, Andrea; Schad, Miriam (2019). Sampling von Familien in der Mittelschicht. In Nicole Burzan (Hrsg.), Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen. Verhandlungen des 39. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Göttingen 2018. [online verfügbar]

Schad, Miriam; Burzan, Nicole (2018): "Von Generation zu Generation. Strategien des Statuserhalts im Kontext von Familien- und Berufsmentalitäten in der Mittelschicht". In: Schöneck, Nadine; Ritter, Sabine (Hg.): Die Mitte als Kampfzone. Wertorientierungen und Abgrenzungspraktiken der Mittelschichten. Bielefeld: transcript. S. 109‒123.

Schad, Miriam; Burzan, Nicole (2018): Intergenerationale Statusstabilisierung in der Mittelschicht – eine exemplarische Analyse zweier Unternehmensfamilien. In: WestEnd Neue Zeitschrift für Sozialforschung, 1/2018, S. 99-108.

Burzan, Nicole (2017): Zur intergenerationalen Stabilisierung der Zugehörigkeit zur Mittelschicht. Befunde aus einem Familieninterview und Schlussfolgerungen für soziologische Perspektiven auf soziale Ungleichheit, In: Stephan Lessenich (Hg.) 2017: Geschlossene Gesellschaften. Verhandlungen des 38. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Bamberg 2016.

 



Vorträge


"Familieninterviews zur Analyse sozialer Ungleichheiten: Erhebungsformate und Auswertungsstrategien" (Andrea Hense, Miriam Schad) im Kolloquium des Methodenzentrums Göttingen, 25. November 2019.

"Mechanismen der Statusstabilisierung in unteren und mittleren Lagen: Eine vergleichende Analyse sozialer Laufbahnen"  (Andrea Hense, Miriam Schad und Natalie Grimm) auf der Tagung "Soziale Ungleichheit, Individualisierung, Lebenslauf" Herbsttagung der DGS-Sektion "Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse" in Rostock, 25. Oktober 2019.

"(Dis-)Kontinuität über drei Generationen: Einblicke in drei Berufsfelder der Mitte" (von Andrea Hense) auf dem Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (Sektionen: Arbeitssoziologie und Soziale Ungleichheit) in Salzburg, 28.September 2019.

"Statusreproduktion in Mittelschichtfamilien – zur Herstellung von Persistenz in gewandelten Zeiten" (von Nicole Burzan) auf dem Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (Sektionen: Arbeitssoziologie und Soziale Ungleichheit) in Salzburg, 27.September 2019.

"Mehr-Generationen-Interviews: Multimethod Forschung zur Statusweitergabe in der Mittelschicht" (von Andrea Hense) auf dem Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (Sektion: Soziologische Methoden und Forschungsdesigns) in Salzburg, 27. September 2019.

"Family Interviews: Exploring Intergenerational Occupational Transmission in the Middle Class" auf der 14th Conference of the European Sociological Association in Manchester, 21. August 2019 (von Andrea Hense).

"Intergenerational longitudinal research: Analyzing relationships and mentalities with family interviews" auf der 14th Conference of the European Sociological Association in Manchester, 21. August 2019 (von Andrea Hense).

"Statuserhalt in der 'sozialen Mitte'. Zur Weitergabe von Ressourcen und Mentalitäten von Generation zu Generation"  am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen, 21. Mai 2019 (von Nicole Burzan und Miriam Schad).

"Familieninterviews: Design und Sampling" auf dem Workshop im Rahmen des Projektes „Die Bewältigung prekärer Arbeitsbedingungen im Haushaltskontext: Auswertungsmethoden narrativer Gemeinschaftsinterviews" am SOFI Göttingen am 19. März 2019 (von Miriam Schad und Andrea Hense).

"Kontinuität und Wandel in Familien der Mittelschicht: Statusreproduktion und Familienmentalitäten
in drei Generationen" auf dem 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Göttingen, Sektion Familiensoziologie: Familien- und Verwandtschaftsbeziehungen im Erwachsenenalter, September 2018 (von Nicole Burzan und Miriam Schad).

"Familieninterviews in drei Berufsfeldern der Mitte: Samplingstrategien und Herausforderungen des Feldzugangs" auf dem 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Göttingen, Ad-Hoc-Gruppe: Lebenszusammenhänge und Ungleichheiten erforschen – Methode und Praxis von Paar-, Familien- und Haushaltsinterviews, September 2018 (von Miriam Schad und Ina Kaufhold).

„Zur intergenerationalen Stabilisierung der Zugehörigkeit zur Mittelschicht. Befunde aus einem Familieninterview und Schlussfolgerungen für soziologische Perspektiven auf soziale Ungleichheit“. Beitrag zur Ad hoc Gruppe „Legitime Ungleichheiten? Wertorientierungen und Abgrenzungspraktiken der Mittelschichten“ im Rahmen des DGS-Soziologiekongresses, Bamberg, September 2016 (von Nicole Burzan).