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Soziale und räumliche Mobilität in der Wissenschaft

Soziale und räumliche Mobilität in der Wissenschaft

Soziale und räumliche Mobilität in der Wissenschaft


Kurzinformationen

Titel:

Akademisch Beschäftigte ‚in Bewegung‘: Eine methodenplurale Untersuchung des Zusammenhangs von sozialer und räumlicher Mobilität in der Wissenschaft

Title:

Academics ‘in motion’: A mixed-methods study on the link between social and spatial mobility of researchers

Laufzeit:

Projektstatus: Förderantrag eingereicht / Sekundäranalysen laufend

Projektteam:

Projektleitung: Prof. Dr. Nicole Burzan (TU Dortmund) & Prof. Dr. Nadine Schöneck-Voß (HS Niederrhein)

Vorgesehene Projektmitarbeiter/in an der TU Dortmund:

-       N.N. (Postdoktorand/in)

-       Dr. Silke Kohrs (Schnittstelle zwischen den Standorten und methodische Beratung)


Themenstellung

Vor dem Hintergrund der gegenwartsdiagnostischen Frage, ob und ggf. inwiefern allgemein gestiegene Mobilitätserfordernisse sowie Mobilitätsnarrative auch im Feld der Wissenschaft virulent werden, soll in dem geplanten Projekt das Zusammenspiel sozialer und räumlicher Mobilität von Wissenschaftler/innen in Deutschland im Zeitverlauf untersucht werden.

Dabei gilt es dabei insbesondere, Verläufe über wissenschaftliche Karrierestufen hinweg systematisch in den Blick zu nehmen und die Dynamik in Form von Prozesstypen und Trajektorien zu untersuchen. Die Berücksichtigung subjektiver Deutungen verschiedener Mobilitätsformen trägt dazu bei, Ursache-Wirkungs-Verhältnisse über die Analyse vordergründiger Korrelationen hinaus zu untersuchen. Um die Frage nach möglichen Erklärungsfaktoren des Zusammenhangs von sozialer und räumlicher Mobilität in unterschiedlichen Karrierephasen zu untersuchen, unterscheiden wir als Analysedimensionen individuelle Merkmale und Ressourcen, subjektive Haltungen und Präferenzen sowie strukturelle Rahmenbedingungen. Ein ungleichheitstheoretischer Rückbezug adressiert auf dieser Basis die Frage, welchen Stellenwert räumliche Mobilität für soziale Mobilität bei Hochqualifizierten vor dem Hintergrund feldtypischer Eigenschaften der Wissenschaft und sich wandelnder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen hat.

Der empirische Zugang erfolgt dreifach in Form einer quantitativen Sekundäranalyse und jeweils einer quantitativen und einer qualitativen Ergänzungsstudie: einer Online-Befragung von Wissenschaftler/innen ausgewählter Disziplinen sowie vertiefenden kontrastiven Leitfadeninterviews mit Wissenschaftler/innen mit unterschiedlichen Mobilitätserfahrungen. Für die Auswertung kombinieren wir erprobte Verfahren auf produktive Weise: quantitativ u.a. Sequenzmuster- und Kausal-, daneben Netzwerkanalysen, qualitativ Strategien der Grounded Theory.

Abstract

The project explores the link between social and spatial mobility of researchers in Germany over the course of time, especially in the biographical retrospective. Against the background of diagnoses of contemporary advanced modern societies assuming an increasing spatial mobility in recent years, we ask whether these growing mobility requirements are likewise virulent in academics – or whether spatial flexibility is rather a congenial feature of academic work.

We take a systematic look at various academic career stages and analyze the dynamics of the interplay between social and spatial mobility in the form of different process types and trajectories. Taking into account subjective interpretations of different forms of mobility contributes to a profound understanding of cause-and-effect relationships and transcends the analysis of superficial correlations. To analyze explanatory factors on the interaction of social and spatial mobility in different career stages, we distinguish between three main dimensions: 1) individual characteristics and resources 2) personal attitudes and preferences and 3) structural conditions. A sociological perspective on social inequality, which considers typical characteristics of academic careers as well as changing societal framework conditions, aims to analyze the importance of spatial mobility for upward social mobility in the academic field.

Our empirical approach involves three forms of research methods: a quantitative secondary analysis of data from various surveys and two additional studies: a quantitative online survey with researchers in selected disciplines and qualitative in-depth interviews with researchers with different mobility experiences. We thus combine approved research methods in a productive way: 1) for our quantitative research agenda: sequence pattern analysis, causal analysis and network analysis; 2) for our qualitative research agenda: analytical strategies following the grounded theory approach.


Publikationen

Burzan, Nicole; Kohrs, Silke (2019, i.E.): Mobilität. In: Görres-Gesellschaft (Hrsg.): Staatslexikon in 5 Bänden. Recht – Wirtschaft- Gesellschaft, 8. völlig neu bearbeitete Aufl., Band 3, Freiburg: Herder.

Kohrs, Silke (2018): Kategorienbildung in der Anfangsphase – Reflexionen zur quantitativen Erforschung des Zusammenhangs von sozialer und räumlicher Mobilität. In: Burzan, Nicole; Hitzler, Ronald (Hrsg.): Typologische Konstruktionen. Prinzipien und Forschungspraxis. Wiesbaden: Springer VS. S. 327-344. 


Vorträge und Organisation

Silke Kohrs: „The link between spatial and (upward) mobility of higher education staff: Approaches for identifying causal effects”. Oral presentation within “RS16 - Sociology of Spatial Mobilities” at the 14th Conference of the European Sociological Association, Manchester, 20-23 August 2019 (accepted).

Silke Kohrs & Nadine Schöneck-Voß: Organisation der Ad Hoc Gruppe „Akademische Wege auf dem Prüfstand. Zum Nexus von sozialer und räumlicher Mobilität in der Wissenschaft“ auf dem 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Göttingen, 28. September 2018.

Silke Kohrs & Nadine Schöneck-Voß: „Karriere(wege) und Hochschulstandorte: Umzugs- und Pendelmobilität in der Wissenschaft“. Vortrag in der Ad Hoc Gruppe „Akademische Wege auf dem Prüfstand. Zum Nexus von sozialer und räumlicher Mobilität in der Wissenschaft“ auf dem 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Göttingen, 28. September 2018.

Silke Kohrs: „Karrieremobilität in der Wissenschaft: Ohne räumliche Flexibilität auch kein ‚Erfolg‘?“. Vortrag in dem Panel der ÖGS Sektion ‚Soziale Ungleichheit‘ im Rahmen des Österreichischen Kongresses für Soziologie „Soziologie zwischen Theorie und Praxis“ in Graz vom 7. - 9. Dezember 2017.

Silke Kohrs: „Kategorienbildung in der Anfangsphase – Reflexionen zur quantitativen Erforschung des Zusammenhangs von sozialer und räumlicher Mobilität“. Präsentation des Projektvorhabens im Rahmen des Workshops ‚Typologische Konstruktionen und/oder kategoriale Klassifikationen‘, Dortmund, 16. - 17. Dezember 2016.