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Forschung

Szenen – Ein prototypisches Feld zur (Neu-)Verhandlung von Geschlechterarrangements?

  • Projektlaufzeit: 01.09.2015 - 31.08.2019
  • Projektleitung: Arne Niederbacher und Michael Meuser
  • Projektmitarbeiter: Babette Kirchner, Julia Wustmann
  • Finanzierung: DFG

Kurzbeschreibung des Projekts:

Ungeachtet ihrer sozialen Herkunft können Individuen an Szenen partizipieren, das heißt der Fokus der Teilhabe liegt auf dem jeweiligen Szenethema (thematische Fokussierung). Teilhabepositionierungen resultieren aus szenerelevanten Fertigkeiten und dem Engagement für das Szenethema. Szenen stellen dergestalt idealiter Handlungsräume dar, in denen die soziale Herkunft kein Zugangskriterium ist und in denen sich Individuen 'verwirklichen' können, ohne umfängliche Verpflichtungen eingehen zu müssen. Ob bei Teilhabepositionen auch dem Geschlecht keine Relevanz zugeschrieben wird (oder ob Geschlecht doch – irgendwie – relevant gesetzt wird) und ob im Zuge dessen Szenen als prototypisches Feld für (Neu-) Verhandlungen von Geschlechterarrangements verstanden werden können, soll am Beispiel von drei Szenen (Rockabilly, Visual Kei und Sportklettern) exploriert werden.

Die genannten Szenen unterscheiden sich darin, 1. inwieweit in ihnen tradierte Muster reproduziert oder Geschlechtergrenzen transzendiert werden, 2. ob Geschlecht als bedeutungslos für die Szenenzugehörigkeit gesehen wird oder ob eine klare männliche bzw. weibliche Konnotierung der Szene vorliegt und 3. ob Geschlecht ein explizites Szenethema ist oder ob eine implizite Neuverhandlung von Geschlechterarrangements stattfindet. Auf der Basis von Gruppendiskussionen sollen die szenetypischen Geschlechtsorientierungen und Geschlech-terarrangements rekonstruiert werden. In biographisch-narrativen Einzelinterviews mit ausgewählten Mitgliedern der Diskussionsgruppen soll darüber hinaus das Enaktierungspotential szenetypischer Orientierungen außerhalb des Szenekontexts erkundet werden, d.h. ob und in welchem Maße das szeneinterne Geschlechterarrangement mit dem Alltagshandeln der Szenegänger und Szenegängerinnen vermittelt ist.

 

Protest-Hybride: Zur Relevanz von Spaß und hedonistischen Motiven bei Protestereignissen und daraus resultierende Spannungsfelder

  • Projektlaufzeit: 01.10.2014 - 31.12.2017
  • Projektleitung: Ronald Hitzler und Arne Niederbacher
  • Projektmitarbeiter: Gregor Betz
  • Finanzierung: DFG

Kurzbeschreibung des Projekts:

Das Zeitgeschehen der vergangenen zehn Jahre lässt den Eindruck zu, auf politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entscheidungsträger komme derzeit 'Krawall von allen Seiten' zu. Entgegen vielfach geäußerter wissenschaftlicher Analysen und publizistischer Meinungen haben die Teilnehmer an Protesten im Rahmen ihres (gesamten) Protestengagements (fast immer und stets betont) zumindest auch Spaß. Zum einen findet bei Protestereignissen langjähriger, traditioneller und fest institutionalisierter sozialer Bewegungen eine verstärkte Orientierung an Spaß, Erlebnis und Außeralltäglichkeit sowohl bei Vorbereitungen und in der Kommunikation der Organisierenden, als auch in den Erwartungen und Motiven der Teilnehmenden statt. Zeitgleich wird in relativ jungen, in hoch dynamischen und ständig ihre Strukturen ändernden Netzwerken organisierten sozialen Bewegungen eine Vielzahl neuartiger Formen des Protests erprobt, in denen Spaßelemente konzeptionell fester Bestandteil sind. Im projektierten Forschungsvorhaben soll diese Hybridisierung von Protest - also die Vermischung dezidiert ernster politischer Ereignisse mit Spaßelementen - explorativ erforscht und insbesondere auch die aus dieser Entwicklung resultierenden mannigfaltigen Spannungsverhältnisse und Handlungsprobleme untersucht werden.

Publikationen:

  • Betz, Gregor und Hitzler, Ronald, 2015: Spaß macht mobil. Positive Emotionen bei rezenten Protestereignissen. S. XX-XX in Jörg Rössel und Jochen Roose (Hg.): Empirische Kultursoziologie. Wiesbaden: Springer VS (im Erscheinen)
  • Betz, Gregor, 2013: 'Spaß haben und die Welt verbessern' - Protest in der Erlebnisgesellschaft. S. 115-124 in Renate Freericks und Dieter Brinkmann (Hg.): Lebensqualität durch Nachhaltigkeit? Analysen, Perspektiven, Projekte. Bremen: Institut für Freizeitwissenschaft und Kulturarbeit

 

Inszenierung von Zugehörigkeit (im Rahmen des Verbundprojekts 'Techniken jugendlicher Bricolage – Interdisziplinäre Perspektiven auf jugendkulturelle Praktiken des Umgangs mit alltagskulturellen Objekten' – JuBri)

  • Projektlaufzeit: 01.04.2014 - 31.03.2017
  • Projektleitung: Arne Niederbacher und Ronald Hitzler
  • Projektmitarbeiter: Paul Eisewicht
  • Finanzierung: BMBF

Kurzbeschreibung des Projekts:

Rekonstruiert wird der Zusammenhang bzw. das Wechselspiel von a) Zugehörigkeit zu einer jugendkulturellen Gruppierung, b) kollektivem und individuellem Selbstverständnis und c) mittels materialer Objekte kommunizierten Wissensbeständen. Dabei gehen wir von der Annahme aus, dass die spezifische Verwendung bzw. Vermeidung bestimmter materialer Objekte als kommunikativen Ausdrucksmitteln ebenso bzw. ähnlich konstitutiv ist für die Differenzierung von Zugehörigkeit und Nichtzugehörigkeit wie spezifische Sprach- bzw. Sprechstile. Die dergestalte Inszenierung von Zugehörigkeit richtet sich zum einen an dezidiert Nichtzugehörige und damit an eine diffuse, die jeweilige jugendkulturelle Gruppierung im engeren und weiteren Sinne umgebende Öffentlichkeit. Zum anderen richtet sie sich an andere Zugehörige – allerdings nur zum Teil im Sinne der Markierung von Gemeinsamkeit und Gleichgesinntheit, zum anderen Teil hingegen zur Markierung der Zugehörigkeit zu einer (gegenüber anderen differenten) Subgruppierung.

Rekonstruiert werden vor diesem generellen Analysehintergrund absichtsvolle (distinktive) Anzeigen und beiläufige (distinkte) Anzeichen von Zugehörigkeiten zu Jugendszenen in Form von materialen Objekten, die von jeweiligen Szenegängern als entsprechende Markierungen angesehen, erkannt und benutzt werden. Manche dieser Markierungen fungieren und funktionieren als stereotype Identifikationen bestimmter Szenen. Andere 'kommen und gehen' je szeneinternen Moden folgend bzw. solche repräsentierend. D.h., dass die ethnographische Erkundung der Inszenierung von Szenenzugehörigkeiten im Hinblick auf die Gesamtgeschichte einer solchen kollektiven Besonderung streng genommen immer nur eine 'Momentaufnahme' sein kann, die mit jeweils älteren Materialien des Archivs der Jugendkulturen zu bzw. aus den jeweiligen Szenen abgeglichen werden muss.

Rekonstruiert werden aber wir nicht nur die konkreten Objektverwendungen in den im Sample enthaltenen Szenen. Vielmehr wird dabei auch ein Raster entwickelt, das als generelles Monitoringinstrument zur Langzeitbeobachtung – und möglicherweise auch zur Früherkennung – jugendkultureller Vergemeinschaftungsformen genutzt werden kann. Erprobt werden soll dieses nachmalige open access-Angebot im Archiv der Jugendkulturen und im Internetportal www.jugendszenen.com – vor allem mittels entsprechender Qualifikationsarbeiten.

Das Verbundprojekt wird vom BMBF (im Rahmen der Förderlinie 'Die Sprache der Objekte – Materielle Kultur im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen') gefördert. Verbundpartner: Prof. Dr. Melanie Groß (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Kiel); Prof. Dr. Günter Mey (Hochschule Magdeburg-Stendal); Prof. Dr. Nicolle Pfaff (Universität Duisburg-Essen – Verbundkoordination); Dr. Almut Sülzle (Archiv der Jugendkulturen e.V. Berlin).

Publikationen:

  • Hitzler, Ronald, 2008: Brutstätten posttraditionaler Vergemeinschaftung. Über Jugendszenen. S. 55-72 in Ronald Hitzler, Anne Honer und Michaela Pfadenhauer (Hg.): Posttraditionale Gemeinschaften. Wiesbaden: VS
  • Hitzler, Ronald und Niederbacher, Arne, 2010: Leben in Szenen. Formen juveniler Vergemeinschaftung heute. Wiesbaden: VS
  • Hitzler, Ronald und Niederbacher, Arne, 2010: Forschungsfeld 'Szenen': Zum Gegenstand der DoSE. S. 91-103 in Marius Harring, Oliver Böhm-Kasper, Carsten Rohlfs und Christian Palentien (Hg.): Freundschaften, Cliquen und Jugendkulturen. Peers als Bildungs- und Sozialisationsinstanzen. Wiesbaden: VS

 

Kleine Spielhallen – Große Spielhallen: Eine Feldstudie zur Kultur in Spielhallen

  • Projektlaufzeit: 01.02.2011 - 31.12.2011
  • Projektleitung: Arne Niederbacher (in Kooperation mit Jo Reichertz/Universität Duisburg-Essen)
  • Projektmitarbeiter: Gerd Möll, Sarah Rempe
  • Finanzierung: Auftragsforschung

Kurzbeschreibung des Projekts:

Ziel des interdisziplinär angelegten Forschungsprojekts war der umfassende Vergleich großer und kleiner Spielhallen in Deutschland – und zwar aus Sicht der Spieler und Spielerinnen. Dabei ging es im Wesentlichen um die Klärung der Fragen

(a) ob sich in kleinen Spielhallen eine andere Kultur herausgebildet hat als in den großen Spielhallen,

(b) ob sich die Besucher (Spielertypen) kleiner Spielhallen von denen großer Spielhallen unterscheiden und

(c) ob sich die Motive, kleine Spielhallen aufzusuchen, von den Motiven unterscheiden, große Spielhallen aufzusuchen.

Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Vorgängerprojekt 'Spielhallen als Lebenswelt' gehen wir davon aus, dass es sich beim Spielen an Automaten in Spielhallen um kleine Erlebniswelten handelt, in denen sich eine eigene und eigenständige Kultur des Spielens herausgebildet hat. In dieser Erlebniswelt gibt es kleine und große Orte des Spielens. Thematischer Schwerpunkt des Projekts ist der Ort des Spielens, also die Spielhalle, und damit – vor dem Hintergrund der Lage und der zurückliegenden Nutzungsdauer dieses Spielortes – auch deren variierende Größe.

Publikationen:

  • Reichertz, Jo, Niederbacher, Arne, Möll, Gerd, Gothe, Miriam und Hitzler, Ronald, 2010: Jackpot: Erkundungen zur Kultur der Spielhallen (zweite, unveränderte Auflage). Wiesbaden: VS
  • Reichertz, Jo, Niederbacher, Arne, Möll, Gerd und Hitzler, Ronald, 2011: Erwartungsräume. Spielkultur in großen und kleinen Spielhallen. Essen: Oldib-Verlag

 

Management multipler Divergenzen: Begleitstudie zur Organisation und Koordination des Mega-Event-Projekts 'Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010'

  • Projektlaufzeit: 01.07.2009 - 31.12.2011
  • Projektleitung: Ronald Hitzler und Arne Niederbacher
  • Projektmitarbeiter: Gregor Betz, Gerd Möll
  • Finanzierung: DFG

Kurzbeschreibung des Projekts:

Den Vorzeichen, Anzeichen und Ankündigungen zufolge sollte die 'Kulturhauptstadt Ruhr.2010' das kulturelle Mega-Event Europas im frühen 21. Jahrhundert werden. Die hochkomplexe und entsprechend aufwändige Planung und Durchführung durch eine Vielzahl von Akteuren erstreckte sich über nahezu zehn Jahre und wurde seit Anfang 2007 wesentlich von der eigens dafür gegründeten 'RUHR.2010 GmbH' geleistet. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde dieses Mega-Event als ein Trajekt begriffen, in dem die sinngebende Hauptidee – 'Wandel durch Kultur' – zahlreiche Initiativen, Aktionen und Re-Aktionen vielfältiger (individueller und korporativer) Akteure evozierte und provozierte. Erkennbar ist, dass diese in der Regel zwar semantisch mit der Hauptidee des Mega-Events konvergieren, dass dabei bzw. damit jedoch gleichwohl von den verschiedenen Akteuren jeweils vor allem Partial- und Sonderinteressen verfolgt werden, die untereinander stark divergieren. Die zentrale Fragestellung des Forschungsvorhabens richtete sich dementsprechend darauf, ob und wie diese zum Teil virulenten und potentiellen Ziel- und/oder Interessenkonflikte zwischen den in die 'Kulturhauptstadt RUHR.2010' involvierten Akteuren 'gemanaged' wurden. Untersucht wurde, ob und wie die multiplen Divergenzen in welchen Arten von Kompromissen 'aufgefangen' und in welchen Formen sie integriert wurden.

Publikationen:

  • Betz, Gregor, 2008: Von der Idee zum Titelträger. Regionale Kooperationsprozesse des Ruhrgebiets bei der Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2010. S. 191-213 in Jürgen Mittag (Hg.): Die Idee der Kulturhauptstadt Europas. Anfänge, Austegstaltung und Auswirkung europäischer Kulturpolitik. Essen: Klartext-Verlag
  • Betz, Gregor, 2011: Das Ruhrgebiet – europäische Stadt im Werden? Strukturwandel und Governance durch die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. S. 324-342 in Oliver Frey und Florian Koch (Hg.): Die Zukunft der europäischen Stadt. Stadtgesellschaft. Stadtplanung. Stadtpolitik. Wiesbaden: VS
  • Betz, Gregor, Hitzler, Ronald und Pfadenhauer, Michaela (Hg.), 2011: Urbane Events. Über den Eventisierungsdruck von Städten. Wiesbaden: VS
  • Hitzler, Ronald, Betz, Gregor, Möll, Gerd und Niederbacher, Arne, 2012: Mega-Event-Macher: Zum Management multipler Divergenzen am Beispiel der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Wiesbaden: VS
  • Hitzler, Ronald, 2011: Eventisierung. Drei Fallstudien zum marketingstrategischen Massenspaß. Wiesbaden: VS
  • Hitzler, Ronald und Niederbacher, Arne, 2010: Das Ereignis als Aufgabe. Zur Trajektstruktur der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. S. 343-360 in Sybille Frank und Jochen Schwenk (Hg.): Turn over. Cultural Turns in der Soziologie. Frankfurt a.M./New York: Campus

 

Studierkulturen: Eine explorativ-interpretative Untersuchung der Lebenswelten von Studierenden

  • Projektlaufzeit: 01.04.2009 - 31.12.2011
  • Projektleitung: Arne Niederbacher
  • Projektmitarbeiter: Oliver Herbertz
  • Finanzierung: TU Dortmund

Kurzbeschreibung des Projekts:

Ausgehend vom Idealtypus einer traditionellen Studentenrolle wird in der Hochschulforschung seit Ende der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Auffassung vertreten, dass sich die Lebenswelt Studierender im Zuge der Bildungsexpansion und der Verbesserung der Bildungschancen verändert habe. Dies betreffe sowohl die Bedeutung des Studiums für die Lebensplanung der Studierenden als auch das Arrangement zwischen den Anforderungen der Hochschule und den Notwendigkeiten bzw. Wünschen zur Gestaltung des Alltags außerhalb der Hochschule. Gefolgert wird, dass das Studium aus dem Zentrum der Relevanzen der Studierenden rücke (Dezentralisierungsthese). Methodenplural erkundet wurden in diesem Projekt die Lebenswelten von Studierenden mit dem Ziel (im Rekurs auf die Ergebnisse der Hochschulforschung), zu klären, ob (unterscheidbare) Kulturen des Studierens auszumachen sind, die im Gegensatz zu den bislang dominanten Konzepten der Hochschulforschung – wie Fachhabitus oder Fachkulturen – eine erfahrungsadäquate Beschreibung der Lebenswelten von Studierenden und eine gegenstandsadäquate Analyse von diese Lebenswelten beeinflussenden 'Rahmenbedingungen' ermöglichen.

Publikationen:

  • Niederbacher, Arne, Herbertz, Oliver und Hitzler, Ronald, 2010: Studierende: Die unbekannten Wesen. S. 21-23 in Technische Universität Dortmund (Hg.): Mittendrin: Wie es sich anfühlt, Student zu sein. Bönen: Kettler.

 

Spielhallen als Lebenswelt: Eine Feldstudie zur Kultur in Spielhallen

  • Projektlaufzeit: 01.03.2008 - 28.02.2009
  • Projektleitung: Ronald Hitzler und Arne Niederbacher
  • Projektmitarbeiter: Miriam Gothe
  • Finanzierung: Auftragsforschung

Kurzbeschreibung des Projekts:

Ziel des Forschungsprojekts – welches in Kooperation mit Prof. Dr. Jo Reichertz (Universität Duisburg-Essen) durchgeführt wurde – war es, aus kommunikationswissenschaftlicher und soziologischer Perspektive die Rekonstruktion der lokalen Spielhallenkultur zu verfolgen. Neben Fragen, wer wann mit welchen Motiven Spielhallen aufsucht, wie mit Gästen und Grenzgängern umgegangen wird oder welche Verhaltensweisen in Spielhallen als erwünscht bzw. unerwünscht gelten, ging es auch darum zu erkunden, welche Deutungen die Betreiber und das Servicepersonal von Spielhallen in Bezug auf ihre Kunden haben.

Publikationen:

  • Reichertz, Jo, Niederbacher, Arne, Möll, Gerd, Gothe, Miriam und Hitzler, Ronald, 2010: Jackpot: Erkundungen zur Kultur der Spielhallen (zweite, unveränderte Auflage). Wiesbaden: VS
  • Reichertz, Jo, Niederbacher, Arne, Möll, Gerd und Hitzler, Ronald, 2011: Erwartungsräume. Spielkultur in großen und kleinen Spielhallen. Essen: Oldib-Verlag

 

JUNGEN 2005 – Eine Bestandsaufnahme

  • Projektlaufzeit: 01.09.2005 - 30.04.2006
  • Projektleitung: Arne Niederbacher und Peter Zimmermann
  • Projektmitarbeiter: Bünyamin Aslan
  • Finanzierung: TU Dortmund

Kurzbeschreibung des Projekts:

Seitdem Jungen aufgrund ihres Abschneidens bei Schulleistungsvergleichsstudien und der hohen Schulabbrecherquoten als Problemgruppe eingeschätzt werden, sind sie nicht nur Thema in der Bildungs- und Schulpolitik, sondern darüber hinaus auch in der (medialen) Öffentlichkeit. In der Forschung zeigt sich, dass bislang vornehmlich Studien über Jugendliche vorliegen, in denen häufig nicht nach Geschlecht differenziert wird oder aber der Fokus auf Mädchen liegt. Jungen wurden in der Regel nicht als eigenständiger Forschungsgegenstand thematisiert. Dementsprechend ist das Wissen über Jungen noch ausgesprochen lückenhaft. Die erste größere quantitative Studie, die sich dezidiert nur auf die Belange von Jungen konzentriert hat, ist die von Peter Zimmermann im Jahr 1995 durchgeführte 'Dortmunder Jungenbefragung' (siehe Zimmermann 1998). Die als Replikationsstudie angelegte Untersuchung aus dem Jahr 2005 greift die Fragen der 1995er-Untersuchung auf und versucht einige der oben genannten Lücken zu schließen. Hierzu werden – neben einem Überblick zu Jungen in Theorie und Forschung – unter anderem Themen wie 'Freizeitverhalten', 'Männer- und Frauenbilder', 'Gewalt', 'Migration' und 'Lebensentwürfe' erörtert.

Publikationen:

  • Koch-Priewe, Barbara, Niederbacher, Arne, Textor, Annette und Zimmermann, Peter, 2008: Jungen – Sorgenkinder oder Sieger? Ergebnisse einer quantitativen Studie und ihre pädagogischen Implikationen. Wiesbaden: VS
  • Zimmermann, Peter, 1998: Junge, Junge! Theorien zur geschlechtstypischen Sozialisation und Ergebnisse einer Jungenbefragung. Dortmund: IFS-Verlag

 

NovaMille: Die Ausbildung innovativer Organisationskulturen und -milieus an der Schnittstelle zwischen technischer Dienstleistung und Kunden

  • Projektlaufzeit: 01.09.2004 - 31.08.2007
  • Projektleitung: Arne Niederbacher und Ronald Hitzler
  • Projektmitarbeiter: Matthias Euteneuer
  • Finanzierung: BMBF

Kurzbeschreibung des Projekts:

Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekts 'NovaMille' war es, durch einen interdisziplinär fundierten Konzept- und Methodenmix Unternehmen in die Lage zu versetzen, markt- und technikbezogene Innovationspotenziale aus der Sicht der zwischenbetrieblichen Schnittstellen (Dienstleister-Kunde) transparent zu machen und so umzusetzen, dass die beteiligten Unternehmen nicht nur weiterhin erfolgreich in ihrer Zielerreichung sein können, sondern dass die Unternehmensproduktivität auf der Grundlage der neu gestalteten innovativen Organisationskulturen und -milieus wesentlich verbessert werden kann.

Kooperationspartner: (Informationen zu den Teilprojekten: www.novamille.de)
Prof. Dr.-Ing. J. Deuse (Lehrstuhl für Arbeits- und Produktionssysteme, Universität Dortmund) – GE Healthcare
Prof. Dr.-Ing. Th. Herrmann (Lehrstuhl für Informations- und Technikmanagement, Universität Bochum) – Adesso AG
Prof. Dr. H. Holzmüller (Lehrstuhl für Marketing, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Universität Dortmund) – EMC-Test/ELMOS
Prof. Dr. U. Kleinbeck (Lehrstuhl für Angewandte Organisationspsychologie, Universität Dortmund) – Degussa
Prof. Dr.-Ing. A. Kuhn (Lehrstuhl für Fabrikorganisation, Universität Dortmund) – ThyssenKrupp Xervon

Im Teilprojekt des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie (Prof. Dr. Ronald Hitzler) stand die Identifizierung und Analyse informeller Innovationsmuster bei der Event- und Medienagentur 'Partysan Central GmbH' (www.partysan.de) im Vordergrund. Durch Kontrastierung und Synthetisierung der Ergebnisse der beteiligten Partner wurden Erkenntnisse erarbeitet, die auf typische Innovationshemmnisse und -potenziale hinweisen sowie Gestaltungsspielräume zur Ausbildung innovativer Organisationskulturen und -milieus aufzeigen.

Publikationen:

  • Carell, Angela und Euteneuer, Matthias, 2006: Innovation und (Unternehmens-) Kulturen. Innovationsprozesse im Spannungsfeld von Dienstleister- und Kundenkultur. S. 19-33 in Angela Carell, Thomas Herrmann und Uwe Kleinbeck (Hg.): Innovationen an der Schnittstelle zwischen technischer Dienstleistung und Kunden. Band 1. Heidelberg: Physica
  • Euteneuer, Matthias, 2011: Unternehmerisches Handeln und romantischer Geist – Selbständige Erwerbsarbeit in der Kulturwirtschaft. Wiesbaden: VS
  • Euteneuer, Matthias, 2009: 'Kulturalisierung' der Ökonomie und die (Kultur)Soziologie. Warum eine steigende Nachfrage nach soziologischem Wissen trotz der 'Konjunktur von Kultur' fragwürdig erscheint. Sozialwissenschaften und Berufspraxis 32: 15-29
  • Euteneuer, Matthias und Niederbacher, Arne, 2007: Unternehmer spielen: Soziologische Anmerkungen zur Figur des Unternehmers bei Joseph Schumpeter. S. 67-82 in Angela Carell, Thomas Herrmann und Uwe Kleinbeck (Hg.): Innovationen an der Schnittstelle zwischen technischer Dienstleistung und Kunden. Band 1. Heidelberg: Physica
  • Euteneuer, Matthias und Niederbacher, Arne, 2007: Attraktiv und prekär: Der kulturwirtschaftliche Sektor und seine Potentiale. S. 115-125 in: Jörn Müller und Nora Sdun (Hg.): Wir sind woanders – Reader. Hamburg: Textem Verlag
  • Euteneuer, Matthias, Niederbacher, Arne und Ritterskamp, Carsten, 2007: Agile Methoden und zyklische Produktentwicklung an der Schnittstelle zwischen Dienstleister und Kunden. S. 203-211 in: Deryk Streich und Dorothee Wahl (Hg.): Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt: Personalentwicklung – Organisationsentwicklung – Kompetenzentwicklung. Frankfurt/New York: Campus
  • Euteneuer, Matthias und Niederbacher, Arne, 2009: Die dialogische Praxis an der Dienstleister-Kunden-Schnittstelle als Element innovativer Unternehmenskulturen und -milieus S. 107-129 in: Thomas Herrmann, Uwe Kleinbeck und Carsten Ritterskamp (Hg.): Innovationen an der Schnittstelle zwischen technischer Dienstleistung und Kunden. Band 2. Heidelberg: Physica
  • Euteneuer, Matthias, Kleutgen, Thomas und Niederbacher, Arne, 2009: Der Problemkunde als Premiumkunde. S. 131-136 in: Thomas Herrmann, Uwe Kleinbeck und Carsten Ritterskamp (Hg.): Innovationen an der Schnittstelle zwischen technischer Dienstleistung und Kunden. Band 2. Heidelberg: Physica
  • Euteneuer, Matthias, Niederbacher, Arne und Ritterskamp, Carsten, 2009: Agile Methoden und zyklische Event-Entwicklung: Zur Bedeutung der Dienstleister-Kunden-Schnittstelle im Rahmen der Produktentwicklung. S. 137-152 in: Thomas Herrmann, Uwe Kleinbeck und Carsten Ritterskamp (Hg.): Innovationen an der Schnittstelle zwischen technischer Dienstleistung und Kunden. Band 2. Heidelberg: Physica

 

Globalisierungskritiker: Eine 'bewegte Szene' ?

  • Projektlaufzeit: 01.09.2003 - 30.04.2006
  • Projektleitung: Ronald Hitzler
  • Projektmitarbeiter: Arne Niederbacher, Ivonne Bemerburg
  • Finanzierung: DFG

Kurzbeschreibung des Projekts:

Im Winter 1999 demonstrierten anlässlich einer Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) rund 50.000 Menschen im Nord-Westen der USA gegen die in ihren Augen negativen Auswirkungen der 'neoliberalen Globalisierung'. Diese sogenannte 'Battle of Seattle' gilt als Geburtsstunde einer Protestform, die vereinfacht als globalisierungskritische 'Bewegung' bezeichnet wird und die in der Folgezeit sprunghaft an Bedeutung gewonnen hat. In den Medien wird zumeist ein Bild von den Globalisierungskritikern gezeichnet, das von der Hoffnung der jeweiligen Autoren auf eine 'neuartige' politische und kulturelle Kraft dieser 'Bewegung' geprägt ist. Einerseits besteht diese Hoffnung darin, dass es der Globalisierungskritikerschaft gelingt, die immer häufiger konstatierten Demokratie- und Gerechtigkeitsdefizite im Rahmen transnationaler Politik zu reduzieren oder zumindest nachhaltig zu thematisieren, andererseits richtet sich diese Hoffnung darauf, dass innerhalb der globalisierungskritischen 'Bewegung' jugendliches 'Spaß-Haben' und gesellschaftliches Engagement zu einem neuen 'Zeitgeist' verschmelzen. Das zentrale Erkenntnisinteresse des Forschungsprojekts richtete sich darauf, zu klären, ob bzw. inwiefern diese medialen Zuschreibungen zutreffen. Das heißt, es wurde der Frage nachgegangen, ob es sich bei den Globalisierungskritikern, die keineswegs eine homogene Gruppe von 'Aktivisten' bilden, sondern ausgesprochen unterschiedliche politische Orientierungen 'beheimaten', tatsächlich um eine neuartige politische und kulturelle Kraft handelt.

Publikationen:

  • Bemerburg, Ivonne und Niederbacher, Arne (Hg.) 2007: Die Globalisierung und ihre Kritik(er): Zum Stand der aktuellen Globalisierungsdebatte. Wiesbaden: VS
  • Bemerburg, Ivonne und Niederbacher, Arne, 2007: Globalisierung und Langsicht. S. 7-16 in: Dies. (Hg.): Die Globalisierung und ihre Kritik(er): Zum Stand der aktuellen Globalisierungsdebatte. Wiesbaden: VS
  • Bemerburg, Ivonne und Niederbacher, Arne, 2007: Globalisierungskritiker in Deutschland: Zwischen moralisch ambitionierter Kritik und professionalisierter politischer Arbeit. S. 233-246 in: Dies. (Hg.): Die Globalisierung und ihre Kritik(er): Zum Stand der aktuellen Globalisierungsdebatte. Wiesbaden: VS
  • Niederbacher, Arne, 2008: Bildung am Beispiel der globalisierungskritischen Bewegung. S. 211-227 in: Christine Hunner-Kreisel, Arne Schäfer und Matthias D. Witte (Hg.): Jugend, Bildung und Globalisierung. Sozialwissenschaftliche Reflexionen in internationaler Perspektive. Weinheim/München: Juventa

 

Schießen im Verein: Eine explorative Untersuchung des legalen Besitzes und Umgangs mit Schußwaffen

  • Projektlaufzeit: 01.07.2000 - 30.06.2002
  • Projektleitung: Ronald Hitzler
  • Projektmitarbeiter: Arne Niederbacher, Thomas Bucher
  • Finanzierung: DFG

Kurzbeschreibung des Projekts:

Das Forschungsprojekt beschäftigte sich mit Schützenvereinen, welche bis anhin – abgesehen von geschichtswissenschaftlichen und volkskundlichen Untersuchungen über das traditionelle Schützenwesen und dessen Brauchtumspflege – keine akademische Aufmerksamkeit gefunden hatten. Das heißt: weder über typische Relevanzstrukturen von Schützen noch über das Interaktionsgeschehen innerhalb von Schützenvereinen lagen wissenschaftlich gesicherte Daten vor. Dergestalt war bislang vor allem auch der durchaus 'brisante' Aspekt vernachlässigt worden, dass Schützenvereine ihren Mitgliedern ermöglichen, in den legalen Besitz von (großkalibrigen) Schusswaffen zu gelangen, welche auch zu anderen als zu sportlichen Zwecken eingesetzt werden können. Dieses akademische Desinteresse steht aber im eklatanten Gegensatz zur steigenden Gesamtzahl solcher Vereine und ihrer Mitglieder. Unter Verwendung explorativ-interpretativer Forschungsmethoden sollte deshalb die Kultur der Schützen rekonstruiert werden.

Publikationen:

  • Niederbacher, Arne, 2004: Faszination Waffe. Eine Studie über Besitzer legaler Schusswaffen in der Bundesrepublik Deutschland. Neuried: ars una
  • Niederbacher, Arne, 2004: Was fasziniert die Menschen an Waffen? In: UNIZET, Heft 9/ 10, Nr. 364: 3
  • Niederbacher, Arne, 2003: "Ich brauch ne Waffe..." Notizen über die Relevanzstrukturen von Besitzern legaler Schusswaffen in Deutschland. In: Jutta Allmendinger (Hg.): Entstaatlichung und soziale Sicherheit. Verhandlungen des 31. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Leipzig 2002. Beiträge aus Arbeitsgruppen, Sektionssitzungen und den Ad-hoc-Gruppen (CD-Rom Publikation). Opladen: Leske + Budrich
  • Niederbacher, Arne, 2002: Faszination Waffe. In: Visier: Das internationale Waffen-Magazin, Heft 7: 23-25

Filme:

  • 'Deutschland unter Waffen'. Ein Film von Lutz Hofmann (LOOKS Medienproduktionen Rostock). Erstausstrahlung: 30.06.2010, 23:30 Uhr, ARD, 45 min
  • 'Faszination Waffe'. Ein Film von Peter Schubert (Peresfilm München). Erstausstrahlung: 21.10.2002, 22:30 Uhr, SW 3, 45 min
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