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Tagungsankündigung "Machtordnungen und Interaktionen im Museum"

Ankündigung: Abschlusstagung "Machtordnungen und Interaktionen im Museum", in Kooperation mit der DASA

Tagungsposter_Machtordnungen und Interaktionen im Museum_DASA_15 Nov 19


Am 15. November 2019 findet in der DASA die Abschlusstagung des Projekts mit Fokus auf "Machtordnungen in Museen. Hierarchisierungen im Spannungsfeld von Arbeit - Ungleichheit - Kultur" statt.
Die Abschlusstagung beschäftigt sich mit Fragen der Vermittlungsarbeit im Museum, und zwar ausgehend von einer ganz spezifischen Berufsposition, die bislang – sowohl in wissenschaftlichen als auch in öffentlichen Diskursen – als vernachlässigt gelten muss: dem Aufsichts- und Servicepersonal. Das Nachdenken über eben jene Position im Museum ist insbesondere deswegen für weiterführende Fragen im Kontext von Arbeit, Ungleichheit und Kultur gewinnbringend, da es sich um eine Art ‚kritische Zwischenzone‘ bzw. ‚Grauzone‘ handelt: Die Tätigkeit des Aufsichts- und Servicepersonal setzt nicht zwingend eine vermittlungsspezifische Professionalisierung voraus, andererseits erfüllt es eine zentrale Scharnierfunktion in der Organisation Museum, da es das Museumskonzept (d.h. auch räumliche Gestaltungen und kuratorische Konzepte sowie konkrete Ausstellungsobjekte) und die Besucherschaft miteinander in Bezug setzt, und zwar auf vielfältige Art und Weise. Mit einem Schwerpunkt auf die (Re-)Produktion sozialer Ungleichheit ist die Perspektive auf das Aufsichts- und Servicepersonal von besonderem Interesse, da sie im Kontext der Debatten um ‚niedrigschwellige Vermittlung‘ einen Einblick in konkrete Interaktionssituationen erlaubt, die jenseits professionsbedingter Hürden stattfinden (können) und entsprechend zuvorderst informell ablaufen. Beschäftigt man sich mit Berufspositionen in der Organisation Museum, so geraten zudem unweigerlich Fragen nach organisationsinternen Anerkennungsstrukturen in den Bick, die wiederum Aufschluss über machtvolle (De-)Legitimierungsprozesse geben.

In Anlehnung an diese und weitere Überlegungen soll die geplante Tagung dazu genutzt werden, Projektergebnisse vorzustellen, zu diskutieren und sie gleichermaßen in einen weiteren Kontext zu setzen, indem weitere thematische Perspektiven auf

-  Dienstleistungsarbeit und Anerkennungsordnungen in Arbeitssituationen (PD Dr. Stephan Voswinkel, IfS Frankfurt),

-  die Aus- und Neugestaltung distinktiver Praktiken (Dr. Oliver Berli, Universität zu Köln) und

-  die heterogene Praxis des Ausstellungsbesuchs (Prof. Dr. Nina Tessa Zahner, Kunstakademie Düsseldorf)

mit Bezug auf die Projektergebnisse miteinander ins Gespräch gebracht werden.  

Im Anschluss soll auf dieser Basis die wissenschaftliche mit der praktischen Perspektive von Museen ins Gespräch gebracht werden. Die Diskussion richtet sich zum einen auf methodische Fragen der Erfassung und Erforschung des Publikums, interaktionaler Settings sowie Anerkennungsordnungen in (kulturellen) Organisationen  sowie zum anderen auf das durchaus spannungsreiche Verhältnis von öffentlichem Anspruch (Öffnung und ‚Inklusion‘) auf der einen Seite und organisationaler Realität (monetäre Ressourcen, Hierarchien, Professionalisierungsprozesse) auf der anderen Seite.

 

Hier geht's zum Programm


Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Tagung und den Diskussionen teilnzunehmen!
Anmeldung unter AnmeldungVA.DASA@baua.bund.de