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AIM Gender

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Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung -
Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften

AIM GENDER

und Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Fachbereich Geschichte

Elfte Tagung in Stuttgart-Hohenheim
http://www.akademie-rs.de/start.html

 

 Männlichkeiten zwischen Kulturen

Donnerstag, 01.06. – Samstag 03.06.2017
Zum Tagungsprogramm [pdf]

 

Die Kölner Silvester-Nacht (2015/2016) hat erneut deutlich gemacht, wie zentral kulturelle Konzepte von Männlichkeit bei der Bewertung der Verhaltensweisen von Männern sind: Problematisches männliches Verhalten wurde hier schnell als kulturell fremd zugeschrieben. Der als fremd wahrgenommenen Männlichkeit wurde das Etikett des Archaischen, Vormodernen angeheftet; demgegenüber kann die eigene Männlichkeit als eine aufgeklärte, progressiv, moderne präsentiert werden. Andere Beobachter verwiesen hingegen auf ähnliche Praktiken in der eigenen Gesellschaft, auf die Bedeutung der Altersgruppe oder der Schicht. Männlichkeit wird jedenfalls zwischen Kulturen und mit dem Verweis auf kulturelle Differenzen diskursiv hergestellt. Ausgehend von diesem aktuellen Anlass soll bei der Tagung die Konstruktion von Männlichkeit zwischen verschiedenen Kulturen in historischer, soziologischer, ethnologischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive analysiert werden.

 

Programm

Donnerstag, 01. Juni 2017

18:00 Uhr - Abendessen

19:00 Uhr - Begrüßung
                   Prof. Dr. Martin Dinges (Stuttgart)

                   Männlichkeiten: kulturell, interkulturell und transkulturell
                   Prof. Dr. Susanne Schröter (Frankfurt a. M.)

 

Freitag, 02. Juni 2017

08:00 Uhr - Frühstück

 

09:00-10:45 Uhr - Sektion 1: Hegemoniale Männlichkeiten
                             
Leitung: Prof. Dr. Michael Meuser (Dortmund)

                              Klerikale Kulturen mittelalterlicher Männlichkeit(en)
                              Benjamin Weidemann, M.A. (Bremen) [Manuskript]

                              Beharren, Verharren und Obenbleiben.
                              Erfahrungen und Verortungen von Männlichkeiten in autobiografischen Schriften
                              von Männern der deutschen Minderheit in den Ostseeprovinzen des Russischen
                              Reiches (19. Jahrhundert)
                              Dr. Anja Wilhelmi (Hamburg)

                              The Other and Men's World in Greek Vase Painting
                              Tatiana Tereshchenko (Sankt Petersburg)

 

10:45 Uhr - Kaffee und Tee

 

11:15-13:00 Uhr - Sektion 2: Transkulturelle Männlichkeiten
                            
Leitung: Prof. Dr. Susanne Schröter (Frankfurt a. M.)

                             Konstruktionen von Männlichkeiten und kulturalistische, transkulturelle und institutionelle Zugänge
                             Prof. em. Ilse Lenz (Bochum)

                             "Kranke Männer von Ostasien".
                             Wandel von Männlichkeitsentwürfen in China im 20. Jahrhundert
                             Dr. Nicolas Schillinger (Berlin)

                             "Mein Mann wollte zurück"
                             Zur Rückkehrentscheidung remigrierter (Spät-)Aussiedler in Westsibirien
                             Tatjana Fenicia (Trier)

 

13:00 Uhr - Mittagessen

 

14:30-15:40 Uhr - Session 3: Sexualität
                            
Leitung: Prof. em. Dr. Bea Lundt (Berlin)

                             Sexualisierung, Kriminalisierung und Ethnisierung
                             "Schwarze Männlichkeit" in der Migration
                             Dr. Julia Gruhlich (Göttingen) [Manuskript]

                             "Fremde Männer" und "schutzbedürftige Kinder"
                             Herangehensweisen und Herausforderungen in der sexualpädagogischen Arbeit
                             mit jungen Geflüchteten
                             Rebecca Knecht (Bielefeld)

 

15:40 - Kaffee und Tee

 

16:15-18:00 Uhr - Sektion 4: Medialisierte Männlichkeiten
                             
Leitung: Prof. Dr. Toni Tholen (Hildesheim)

                              Männlichkeiten
                              
Selbst- und Fremdreferenz im deutschen Pressetext
                              Dr. des. Sina Lautenschläger (Kassel)

                              "Keine Glock in der Hand, ich hab zwei Fäuste wie ein Mann"
                              (Hegemoniale) HipHop-Männlichkeiten zwischen Krise, Reformierung und
                              Re-Souveränisierung
                              Heidi Süß, M.A. (Hildesheim)

                              Differenzkategorien und ihre Darstellung in TV-Serien
                              Blickachsen und Stigmata
                              Dr. Anna Voigt (Frankfurt a. M.)

 

18:00 Uhr - Abendessen. Danach Ausklang in der Denkbar

 

Samstag, 03. Juni 2017

08:00 Uhr - Frühstück

09:00-10:45 Uhr - Sektion 5: Interkulturelle Männlichkeiten und Individuum
                              Leitung: Univ. Doz. Mag. Dr. Andreas Weigl (Wien)

                              Ohne Modell und Vorbild?
                              Von der ambivalenten Rezeption der Männlichkeit des KwameNkrumah (1909-1972)
                              Prof. em. Dr. Bea Lundt (Berlin)

                              "Männlichkeiten auf der Bühne"
                              Schauspieler_innen der Zwischenkriegszeit im deutschsprachigen Raum am Beispiel
                              Alexander Moissi
                              Dr. Ute Sonnleitner (Gratz) [Manuskript]

                              Männlichkeit und Heteronormativität
                              Die Konstruktion von Identität unter Abweichung von herrschenden Männlichkeitsnormen
                              als besondere Herausforderung
                              Jan-Paul Goroncy, M.A. (Hamburg)

 

10:45 Uhr - Kaffee und Tee

 

11:15-12:25 Uhr - Sektion 6: Körperlichkeit
                             
Leitung: Prof. Dr. Diana Lengersdorf (Köln)

                              Inszenierung von Zugehörigkeit
                              Die ambivalenten Körperbilder der "man's world"
                              Nicole Kirchhoff (Dortmund)

                              Pickup
                              Toxische Maskulinität oder Date-Doktoren?
                              Jöran Klatt (Hildesheim)

 

12:30 Uhr - Themen und Perspektiven für weitere Tagungen

 

13:00 Uhr - Mittagessen. Anschließend Ende der Tagung

 

Ziel des Arbeitskreises AIM GENDER ist die fächerübergreifende gegenseitige Wahrnehmung und Kooperation von Forschern und Forscherinnen aus Geschichts-, Litera-tur-, Kultur- und Politikwissenschaften sowie der Soziologie, die zum Thema Männlichkeiten und deren Auswirkungen auf Kultur und Gesellschaft in Vergangenheit und Gegenwart arbeiten. Vertreter anderer Fachrichtungen sind willkommen.

Informationen über den Arbeitskreis und die ersten zehn Tagungen sowie die dort diskutierten Papiere finden Sie hier

.


Die Geistes- und Sozialwissenschaften haben in den letzten Jahrzehnten die Vielfältigkeit von Männlichkeiten herausgestellt. Neben der bisher stärker beachteten Außenseite hegemonialer Männlichkeit kommt deren Binnenseite zunehmend in den Blick: Erfahrungen von Männern umfassen auch die Kosten aufgedrängter Männlichkeitsleitbilder. Der Arbeitskreis fördert die interdisziplinäre Vernetzung laufender Forschungsprojekte. Er ist offen für interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Kultur-, Geschichts-, Sozial- und Literaturwissenschaften und strebt eine Kooperation mit bestehenden Netzwerken der Genderforschung an.

 

 

11. Tagung
"Männlichkeiten zwischen Kulturen"

01. – 03. Juni 2017, Stuttgart-Hohenheim.

 

Buchinformation - Neue Publikationen

Jennifer Clare, Toni Tholen (Hrsg.): Literarische Männlichkeiten und Emotionen

Bea Lundt, Toni Tholen (Hrsg.): "Geschlecht" in der Lehramtsausbildung. Die Beispiele Geschichte und Deutsch

Sylka Scholz: Männlichkeitssoziologie - Studien aus den sozialen Feldern Arbeit, Politik und Militär im vereinten Deutschland

Meike Sophia Baader,  Johannes Bilstein und Toni Tholen (Hrsg.): Erziehung, Bildung und Geschlecht. Männlichkeiten im Fokus der Gender-Studies

Stefan Horlacher (Hrsg.): Constructions of Masculinity in British Literature from the Middle Ages to the Present

Robert Claus, Esther Lehnert, Yves Müller: »Was ein rechter Mann ist ...« Männlichkeiten im Rechtsextremismus

Barbara Stambolis: Leben mit und in der Geschichte –  Deutsche Historiker Jahrgang 43

 

Programme und Tagungsbeiträge

Die Programme und Tagungsbeiträge seit 2001 finden Sie hier.