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Geschlecht ordnet Gesellschaft. Die Ordnung unserer Gesellschaft gründet in einer fundamentalen Weise auf der Unterscheidung von Männern und Frauen. Geschlecht ist auch in der gegenwärtigen Gesellschaft trotz aller Veränderungen, die sich in den letzten Jahrzehnten vollzogen haben, eine zentrale Dimension sozialer Ungleichheit. Männer und Frauen werden weiterhin ungleich behandelt, verfügen über ungleiche Teilhabechancen in der Gesellschaft.

Geschlechterverhältnisse umfassen jedoch nicht nur die Beziehungen zwischen Frauen und Männern. Auch die sozialen Beziehungen von Männern untereinander und von Frauen untereinander sind Teil der Geschlechterverhältnisse. Geschlechterforschung muss sowohl die heterosoziale als auch die homosoziale Dimension im Blick haben.

In beiden Dimensionen erfährt die Geschlechterordnung gegenwärtig mehr oder minder weitreichende Veränderungen und Umbrüche. Daraus resultieren erhebliche Herausforderungen für Geschlechterarrangements sowie für Weiblichkeits- und Männlichkeitskonstruktionen. Neben den Veränderungen lassen sich aber auch hartnäckige Persistenzen tradierter Ordnungsmuster beobachten. Das Arbeitsprogramm des Lehr- und Forschungsbereichs „Soziologie der Geschlechterverhältnisse“ ist auf die Spannung von Wandel und Kontinuität in den Geschlechterbeziehungen gerichtet. Gegenwärtig zielen die Forschungsaktivitäten auf folgende Themenfelder und Fragestellungen:

  • Konsequenzen einer stärkeren Involvierung des Vaters in den familialen Binnenraum für das partnerschaftliche Geschlechterarrangement;
  • Geschlecht, Milieu und Ethnizität als Dimensionen jugendlicher Peer-Kulturen in ihrem Verhältnis zu schulischen Anforderungen;
  • Konsequenzen der Transformation der Erwerbsarbeit für männliche Lebenslagen und männliche Erwerbsarbeit;
  • Geschlechtliche Ungleichheit, Heterogenität, Managing Diversity – Soziologische Beobachtung von Strategien organisatorischen Wandels.

Geschlechterverhältnisse sind mehr als der Gegenstand einer speziellen Soziologie. Geschlecht ist eine Kategorie, die sowohl in der allgemeinen Soziologie als auch in diversen speziellen Soziologien von Bedeutung ist. Dies findet seinen Niederschlag in laufenden wissenschafts-, professions- und arbeitssoziologischen Forschungen.

Dortmund, im Februar 2009